Einsamkeit ist wie ein Spiel ohne Mitspieler. Sie isoliert, schwächt das Vertrauen und zieht sich durch unsere Nachbarschaften und Familien. Doch das Spielbrett des Lebens bietet immer Raum für neue Züge. Sobald Menschen aufeinandertreffen, fügen sich neue Verbindungen zusammen. Wo Verbindung entsteht, wächst Vertrauen. Und wo Vertrauen wächst, entsteht ein starkes Miteinander.
Die Kölner Freiwilligen Agentur (KFA) bereitet genau dieses Spielfeld vor. Ob in unseren eigenen Projekten oder bei der Vermittlung an gemeinnützige Organisationen in Köln: Hier begegnen sich Menschen, deren Wege sich sonst kaum gekreuzt hätten. Man lernt die Perspektive des Gegenübers kennen, übt Fairplay im Umgang mit anderen Meinungen und baut Vertrauen auf. Ein solches Engagement stiftet Zugehörigkeit und gibt Halt in einer Welt, die dringend echte Teamplayer braucht.
Unser aktuelles Heft rückt das Thema Einsamkeit in den Fokus. Als Beispiel für unseren Ansatz stellen wir das DUO-Projekt vor. In diesem Tandemprojekt für Menschen mit Demenz bringen wir zwei Menschen zusammen, die Seite an Seite spielen. Verlässlich, strukturiert und auf Augenhöhe. Weil gesellschaftlicher Zusammenhalt im Kleinen beginnt. Das Spiel gewinnt man immer nur zu zweit.
Deutschland hat ein Problem: Laut einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse leiden rund 60 Prozent der Menschen an Einsamkeit. Jede fünfte Person fühlt sich oft einsam. Vor allem junge und alte Menschen sind betroffen.

„Ich habe einfach gemerkt, dass mir das richtig gut liegt. Als meine Schwiegermutter an Demenz erkrankte, habe ich mich um sie gekümmert.“
Elke, DUO-Begleiterin
Elke hat Theresia einen Zehnerpack Stiefmütterchen mitgebracht. „Wir wollten ja Ihren Balkon heute etwas begrünen“, erinnert die DUO-Begleiterin die alte Dame. Diese begrüßt ihren Besuch erfreut und öffnet dann gleich die Tür zu ihrer verglasten Veranda. „Die Blumen müssen in eine Schüssel“, sagt sie. „Darin fühlen sie sich am wohlsten.“
Theresia kennt sich mit Pflanzen aus. Sie ist als Sorbin in einem Dorf in der Oberlausitz aufgewachsen. Wenn sie mit ihrer DUO-Begleiterin zusammensitzt oder spazieren geht, erzählt sie oft von dieser Zeit, als dort Land und Fischteiche bewirtschaftet wurden und die Dorfgemeinschaften ihre sorbischen Feste feierten. „Zu Ostern zogen bei uns die Osterreiter von Dorf zu Dorf. Die Männer trugen Zylinder und schwarzen Gehrock, sie haben gesungen und Tütchen mit Süßigkeiten geworfen. Das war für die Kinder eine Riesenfreude.“
Nicht alles war schön damals. Als junges Mädchen konnte sie keinen Beruf erlernen, weil die Mutter kränkelte und die Tochter sich um die kleineren Geschwister kümmern musste. Auch an die Russen erinnert sich Theresia nicht gern, vor denen ihr Vater die Kinder versteckte. Mit 20 folgte sie ihrem Mann in den Westen, zuerst nach Herdecke und anschließend nach Köln, wo sie Mutter wurde und als Haushaltshilfe arbeitete. Auch da lief nicht alles nach Plan, aber: „Ich habe in meinem Leben gelernt, mich anzupassen.“ Theresia lächelt verschmitzt: „Das kann man im Alter sowieso brauchen.“
Die 87-Jährige lebt allein, sie sieht schlecht. Ein Pflegedienst unterstützt sie beim Einnehmen ihrer Medikamente, eine Haushaltshilfe putzt regelmäßig, eine andere Hilfe kauft ab und zu für sie ein. Und seit einem Jahr kommt auch Elke, hauptsächlich, um ihr Gesellschaft zu leisten.
Die 66-Jährige ist schon seit langem DUO-Begleiterin. „Ich habe einfach gemerkt, dass mir das richtig gut liegt. Als meine Schwiegermutter an Demenz erkrankte, habe ich mich um sie gekümmert. Da habe ich gespürt, wie unheimlich gut es ihr in dieser Zeit des Vergessens tat, das Ganze ein bisschen mit mir teilen zu können. Durch DUO möchte ich jetzt etwas von dem Positiven, was ich selbst erfahren habe, zurückgeben.“
Ohnehin gewinne man aus jeder Begegnung auch etwas für sich selbst, findet Elke. Mit Theresia fachsimpelt sie gern übers Gärtnern. Und neulich hat die alte Dame ein Frühlingslied angestimmt, das Elke dank Internet mitsingen konnte: „Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt…“
Jetzt steht Ostern vor der Tür. Theresias Sohn Peter, der in Ludwigshafen wohnt, wird dann im Urlaub sein. „Da freue ich mich doch, wenn es schellt und jemand kommt“, lacht sie. Elke verspricht: „Nicht direkt an Ostern, aber am Gründonnerstag bin ich hier, und dann machen wir uns ein schönes Spiegelei mit Spinat. Oder?“
„Genau!“ bekräftigt die alte Dame.

„Ich freue mich immer, wenn Zohreh kommt. So eine Hilfe zu haben, ist für mich enorm wichtig.“
Elisabeth H.
„Wo habe ich denn meine Brille?“ Bevor Elisabeth H. sich an den Fotos auf dem Handy ihrer Besucherin Zohreh erfreuen kann, muss erst noch die Lesehilfe der alten Dame gefunden werden. Dann geht’s los. Bilder von gemeinsamen Spaziergängen, Kaffeestündchen und zusammen zubereiteten Speisen dokumentieren ein Jahr voller schöner Begegnungen der 86-Jährigen mit ihrer DUO-Begleiterin. „Ich freue mich immer, wenn Zohreh kommt“, sagt Elisabeth H. „Das bedeutet mir wirklich viel, gerade weil ich ja schon alt bin. So eine Hilfe zu haben, ist für mich enorm wichtig.“ Zohreh M. schaut zweimal die Woche bei ihr nach dem Rechten. „Ziehen Sie mal lieber noch etwas über“, sagt die 64-Jährige und hilft der zarten Frau mit den langen weißen Haaren behutsam in ihre Strickjacke.
„Ich bin froh, dass Zohreh sich so liebevoll um meine Tante kümmert“, sagt Nichte Julia R. „Das ist eine ganz wesentliche Sache für mich, weil ich fast die Einzige aus der Familie bin, die sie dabei unterstützen kann, noch eigenständig zu wohnen. Und ich bin ja berufstätig. Wir nutzen auch einen professionellen Betreuungsdienst, aber der deckt nicht alle Tage ab. Und wie Zohreh meine Tante umsorgt und sich Gedanken macht, wie bei einem Familienmitglied eigentlich, das berührt und beruhigt mich ungemein.“
Gerade schält Zohreh ein paar Datteln für Elisabeth H. Diese erzählt, was ihr in den gemeinsamen Stunden besonders Freude macht: „Die Zohreh kommt aus einem Land, in dem ich noch nicht war. Und mein Mann und ich sind ja sehr viel gereist, überall hin, aber in diesem Land bin ich noch nicht gewesen, und es interessiert mich sehr, wie es da ist.“
Zohreh stammt aus dem Iran, und wenn sie mit Elisabeth H. zusammen kocht, entstehen oft kleine Leckereien nach persischem Rezept. Während sie Gemüse putzen und schneiden, tauschen die beiden sich über ihre Kinderjahre in großen Familien aus. Zohreh wuchs mit sieben Geschwistern auf, Elisabeth mit fünf. „Deswegen bin ich es gar nicht gewöhnt, so viel allein zu sein. Seit mein Mann gestorben ist, fühle ich mich manchmal einsam“, erzählt die alte Dame. Zohreh legt den Arm um sie. „Ich habe wirklich Glück, dass ich so eine liebe Frau betreuen darf“, sagt sie lächelnd. „Wir verstehen uns richtig gut. Und DUO hilft mir auch. Denn im Iran ist die Situation im Moment schlimm. Ich kann meine Familie nicht erreichen und mache mir große Sorgen. Da tut es mir doppelt gut, wenn ich hier mit Frau H. zusammen bin und mich auf sie konzentrieren kann.“

Marie
Im Leben der Eheleute Ede und Norbert Schmitz war der Mittwochabend immer ein Quell von Spaß und Freude. Während Norbert seine Parkinson-Ping-Pong-Gruppe aufsuchte, sang seine Frau Ede mit Hingabe in ihrem Chor. Bis eines Winterabends während der Probe ihr Handy klingelte. „Norbert war dran“, erzählt die 75-Jährige. „Er sagte: Ich stehe vor der Haustüre und komme nicht rein. Das war natürlich eine sehr doofe Situation für uns beide: Norbert stand im Dunkeln draußen in der Kälte, ich saß mitten in der Chorprobe in der Musikhochschule.“ Ede fuhr nach Hause und half ihrem Mann ins Haus. Dann überlegten beide, wie sie ihren Mittwochabend retten könnten. Norbert lag sehr daran, weiterhin mit seinen Sportsfreunden Tischtennis zu spielen, zumal der Sport auch noch Koordination, Konzentration und Gleichgewicht fördert und das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung verlangsamen kann. Ede wiederum ist ihre Chorprobe „heilig“ und baut sie auf, wie sie sagt. „Ich wollte in dieser kostbaren Zeit nicht voller Unruhe sein, mit schlechtem Gewissen, immer das Handy im Blick haben müssen.“ Der Versuch, zu Norberts Unterstützung eine Freundin einzubeziehen, schlug fehl. Dann fiel Ede die Kölner Freiwilligen Agentur ein, und der Besuchsdienst DUO vermittelte Marie.
Die 30-Jährige arbeitet gerade an ihrem Master in Psychologie. „Ich hatte schon immer das Bedürfnis, ehrenamtlich zu helfen, weil mich die Schicksale anderer Menschen berühren. Bei DUO finde ich gut, dass man den betroffenen Menschen selbst unterstützt und zugleich auch die Angehörigen entlastet.“ Die Idee, einen Herrn zum Ping-Pong-Spielen zu begleiten, gefiel Marie. „Ich habe gesagt, man kann sich ja mal kennenlernen.“ Dann hat's sofort gematcht mit den beiden. Jeden Mittwochabend holt Marie Norbert zum Ping-Pong-Spielen ab und begleitet ihn anschließend wieder nach Hause. „Die Gruppe hat es sehr gut aufgenommen, dass ich nun immer eine nette, junge Frau mitbringe“, sagt Norbert mit feinem Lächeln. Marie liebt seinen trockenen Humor. „Manchmal haut er so Sprüche raus, dann müssen wir alle lachen“, erzählt sie. Wenn es zahlenmäßig passt, spielt sie selbst auch mit Ping-Pong.
Aus der Gruppe hat man ihr schon nach wenigen Abenden bestätigt, wie sehr Norbert von ihrer Begleitung profitiere. Und auch von ihren Match-Partner:innen selbst erfährt Marie Wertschätzung. „Er meinte, dass er sich sicherer fühlt, einfach dadurch, dass ich da bin. Und Ede hat mir geschrieben, wie sehr sie den Chor wieder genießen kann.“ Klar, eine junge Frau kann ihre Abende auch anders verbringen. „Aber was würde mir schon so ein gutes Gefühl geben wie diese Begleitung von Norbert, aus der ich immer richtig beseelt und glücklich hervorkomme?“ Nun sind es schon drei, die sich auf den Mittwochabend freuen.

Tobias Kemnitzer
Bürgerschaftliches Engagement ist für Tobias Kemnitzer eine Herzenssache. Als Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft
der Freiwilligenagenturen (bagfa) stärkt er seit 2009 das Ehrenamt in Deutschland. Ob Inklusion, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit: Der studierte Politologe packt aktuelle Zukunftsthemen an.

Prof. Dr. Susanne Zank
Ob als Wissenschaftlerin, Psychotherapeutin oder Prorektorin: Dr. Susanne Zank rückt die Lebensqualität im Alter konsequent in den Fokus. An der Uni Köln leitet sie die Gerontologie und forscht zum Wohlbefinden von hochaltrigen Menschen sowie pflegenden Angehörigen. Mit ihrem Team entwickelt sie Instrumente, die direkt im Pflegealltag helfen.
Demenz macht einsam. Aber es gibt Hilfe für Betroffene und Pflegende. Ein Gespräch mit Tobias Kemnitzer und Prof. Dr. Susanne Zank.
Herr Kemnitzer, Sie als Geschäftsführer des Bundesverbandes der Freiwilligenagenturen (bagfa) sind mit vielfältigen Themenbereichen des bürgerschaftlichen Engagements vertraut. Worin sehen Sie die besondere Bedeutung von Freiwilligenagenturen?
Für die bagfa bedeutet freiwilliges Engagement vor allem Mitgestaltung und Mitbestimmung. Engagement in Vereinen, Organisationen und Initiativen bietet Raum und Gelegenheiten, Verantwortung für das eigene Umfeld zu übernehmen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Indem wir Zugänge schaffen und Teilhabe stärken, wirken wir als Freiwilligenagenturen auch demokratiefördernd. Dabei sollten wir aufpassen, dass das Engagement nicht polarisiert und hierarchisiert wird. Derzeit ist zum Beispiel zu beobachten, wie das klassische Ehrenamt zunehmend auch politische Aufmerksamkeit erfährt, während das Engagement für den Klimaschutz oder in der Geflüchtetenhilfe häufiger öffentlich übergangen oder gar abgewertet wird. Sicher ist: Wir brauchen Engagement als sozialen Ort des Miteinanders über Alters- und Milieugrenzen hinweg, da uns als Gesellschaft dieses „selbstverständlich in Kontakt kommen“ anscheinend verloren gegangen ist.
Damit hängt ja auch das Thema Einsamkeit zusammen: Es gibt einige Projekte, die Einsamkeit entgegenwirken sollen, und das Land NRW hat das Thema sogar zur „Chefsache“ erklärt. Wie sehen Sie das Thema aktuell in den Freiwilligenagenturen?
Das Thema ist in den Freiwilligenagenturen mehr als angekommen, das merken wir unter anderem an der großen Resonanz zu unseren Veranstaltungen in diesem Feld. Was wir dabei erfahren, ist: Engagement hat eine präventive Wirkung und kann ein wichtiges Angebot für einsame Menschen darstellen. Denn es schafft Begegnungen, ermöglicht Teilhabe und rückt gemeinsames Tun, nicht persönliche Problemlagen, in den Vordergrund. Und es kann Betroffenen konkret helfen, wenn sie durch ihr Engagement spüren, dass sie wichtig sind und etwas beitragen können. Allerdings ist Einsamkeit ein komplexes Phänomen – und bringt entsprechend in der Praxis viele Herausforderungen mit sich: Zum Beispiel müssen die betreffenden Zielgruppen überhaupt erst einmal erreicht werden. Empfohlen wird hier oft, die „Einsamen“ nicht direkt zu adressieren, schon gar nicht als Engagement-Empfänger:innen sozusagen. Das wirkt meistens stigmatisierend und produziert Abwehr. Besser gelingt es, attraktive Aktivitäten anzubieten, die es erlauben, sich niedrigschwellig zu begegnen und Teil eines sozialen Zusammenhangs zu sein.
Frau Prof. Dr. Susanne Zank, sind Menschen mit Demenz häufiger einsam?
Sowohl für Menschen mit Demenz als auch für ihre Angehörigen hat die Erkrankung weitreichende soziale Folgen. Für Betroffene wird es zunehmend schwieriger, eigene soziale Bedürfnisse selbstständig zu erfüllen. Sie sind stärker auf die Unterstützung anderer angewiesen, während es gleichzeitig schwieriger wird, Wünsche zu kommunizieren und nach außen zu zeigen. Dadurch steigt das Risiko für Einsamkeit. In unseren Daten sieht man, dass Menschen mit Demenz sich häufiger einsam fühlen als Menschen ohne Demenz.
Wie sieht es mit Einsamkeit bei pflegenden Angehörigen aus?
Auch pflegende Angehörige sind betroffen: Der zeitliche und emotionale Aufwand von Pflege führt oft dazu, dass soziale Kontakte und Aktivitäten eingeschränkt oder vernachlässigt werden. Je intensiver die Pflege, desto mehr fallen solche Aktivitäten weg. Zudem verändert sich das Rollenverständnis innerhalb von Beziehungen, besonders in Partnerschaften. Durch die zunehmende Rolle als pflegende Person können die emotionalen Bedürfnisse des Angehörigen innerhalb der Beziehung oft nicht mehr in dem Maße erfüllt werden wie zuvor. Einsamkeit ist daher bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz ein häufiges Phänomen.
Herr Kemnitzer, was können denn die Freiwilligenagenturen in diesem herausfordernden Feld konkret leisten?
Wichtig ist, die gegebenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen: Engagement ist für Prävention und Bearbeitung von Einsamkeit enorm bedeutsam, aber das Problem Einsamkeit lässt sich nur bedingt in einzelne Projekte auslagern, es ist eine allgegenwärtige Querschnittsaufgabe. Aber auch mit weniger Ressourcen ist es möglich, als Vernetzer:innen zu wirken, gerade auch mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren, Menschen zusammenzubringen und Aktivitäten zu arrangieren und sich auch als Themenanwälte zu Wort zu melden, also gemeinsam mit anderen die gesellschaftspolitische Bedeutung von Einsamkeit in den Diskurs vor Ort zu bringen.
Frau Prof. Dr. Susanne Zank, und was kann ein Besuchsdienst an der Situation der pflegenden Angehörigen verbessern?
Dienste wie DUO können hier eine wichtige entlastende Funktion übernehmen. Sie ermöglichen Menschen mit Demenz, durch Besuche von Freiwilligen wieder mehr am sozialen Leben teilzunehmen und sich eingebundener zu fühlen. Gleichzeitig verschaffen sie Angehörigen Räume, um ihren eigenen sozialen Bedürfnissen nachzugehen und wichtige soziale Kontakte zu pflegen.
Sehen Sie auch einen Gewinn für die Freiwilligen?
Auch für die Freiwilligen selbst bringt DUO Vorteile: Studien zeigen, dass ehrenamtliches Engagement das Wohlbefinden stärkt, indem es soziale Kontakte, Selbstwertgefühl und Sinnhaftigkeit fördert. Auf diese Weise kann Duo dazu beitragen, Einsamkeit auf allen Seiten entgegenzuwirken und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Einsamkeit ist wie ein Spiel ohne Mitspieler. Sie isoliert, schwächt das Vertrauen und zieht sich durch unsere Nachbarschaften und Familien. Doch das Spielbrett des Lebens bietet immer Raum für neue Züge. Sobald Menschen aufeinandertreffen, fügen sich neue Verbindungen zusammen. Wo Verbindung entsteht, wächst Vertrauen. Und wo Vertrauen wächst, entsteht ein starkes Miteinander.
Die Kölner Freiwilligen Agentur (KFA) bereitet genau dieses Spielfeld vor. Ob in unseren eigenen Projekten oder bei der Vermittlung an gemeinnützige Organisationen in Köln: Hier begegnen sich Menschen, deren Wege sich sonst kaum gekreuzt hätten. Man lernt die Perspektive des Gegenübers kennen, übt Fairplay im Umgang mit anderen Meinungen und baut Vertrauen auf. Ein solches Engagement stiftet Zugehörigkeit und gibt Halt in einer Welt, die dringend echte Teamplayer braucht.
Unser aktuelles Heft rückt das Thema Einsamkeit in den Fokus. Als Beispiel für unseren Ansatz stellen wir das DUO-Projekt vor. In diesem Tandemprojekt für Menschen mit Demenz bringen wir zwei Menschen zusammen, die Seite an Seite spielen. Verlässlich, strukturiert und auf Augenhöhe. Weil gesellschaftlicher Zusammenhalt im Kleinen beginnt. Das Spiel gewinnt man immer nur zu zweit.
Deutschland hat ein Problem: Laut einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse leiden rund 60 Prozent der Menschen an Einsamkeit. Jede fünfte Person fühlt sich oft einsam. Vor allem junge und alte Menschen sind betroffen.

„Ich habe einfach gemerkt, dass mir das richtig gut liegt. Als meine Schwiegermutter an Demenz erkrankte, habe ich mich um sie gekümmert.“
Elke, DUO-Begleiterin
Elke hat Theresia einen Zehnerpack Stiefmütterchen mitgebracht. „Wir wollten ja Ihren Balkon heute etwas begrünen“, erinnert die DUO-Begleiterin die alte Dame. Diese begrüßt ihren Besuch erfreut und öffnet dann gleich die Tür zu ihrer verglasten Veranda. „Die Blumen müssen in eine Schüssel“, sagt sie. „Darin fühlen sie sich am wohlsten.“
Theresia kennt sich mit Pflanzen aus. Sie ist als Sorbin in einem Dorf in der Oberlausitz aufgewachsen. Wenn sie mit ihrer DUO-Begleiterin zusammensitzt oder spazieren geht, erzählt sie oft von dieser Zeit, als dort Land und Fischteiche bewirtschaftet wurden und die Dorfgemeinschaften ihre sorbischen Feste feierten. „Zu Ostern zogen bei uns die Osterreiter von Dorf zu Dorf. Die Männer trugen Zylinder und schwarzen Gehrock, sie haben gesungen und Tütchen mit Süßigkeiten geworfen. Das war für die Kinder eine Riesenfreude.“
Nicht alles war schön damals. Als junges Mädchen konnte sie keinen Beruf erlernen, weil die Mutter kränkelte und die Tochter sich um die kleineren Geschwister kümmern musste. Auch an die Russen erinnert sich Theresia nicht gern, vor denen ihr Vater die Kinder versteckte. Mit 20 folgte sie ihrem Mann in den Westen, zuerst nach Herdecke und anschließend nach Köln, wo sie Mutter wurde und als Haushaltshilfe arbeitete. Auch da lief nicht alles nach Plan, aber: „Ich habe in meinem Leben gelernt, mich anzupassen.“ Theresia lächelt verschmitzt: „Das kann man im Alter sowieso brauchen.“
Die 87-Jährige lebt allein, sie sieht schlecht. Ein Pflegedienst unterstützt sie beim Einnehmen ihrer Medikamente, eine Haushaltshilfe putzt regelmäßig, eine andere Hilfe kauft ab und zu für sie ein. Und seit einem Jahr kommt auch Elke, hauptsächlich, um ihr Gesellschaft zu leisten.
Die 66-Jährige ist schon seit langem DUO-Begleiterin. „Ich habe einfach gemerkt, dass mir das richtig gut liegt. Als meine Schwiegermutter an Demenz erkrankte, habe ich mich um sie gekümmert. Da habe ich gespürt, wie unheimlich gut es ihr in dieser Zeit des Vergessens tat, das Ganze ein bisschen mit mir teilen zu können. Durch DUO möchte ich jetzt etwas von dem Positiven, was ich selbst erfahren habe, zurückgeben.“
Ohnehin gewinne man aus jeder Begegnung auch etwas für sich selbst, findet Elke. Mit Theresia fachsimpelt sie gern übers Gärtnern. Und neulich hat die alte Dame ein Frühlingslied angestimmt, das Elke dank Internet mitsingen konnte: „Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt…“
Jetzt steht Ostern vor der Tür. Theresias Sohn Peter, der in Ludwigshafen wohnt, wird dann im Urlaub sein. „Da freue ich mich doch, wenn es schellt und jemand kommt“, lacht sie. Elke verspricht: „Nicht direkt an Ostern, aber am Gründonnerstag bin ich hier, und dann machen wir uns ein schönes Spiegelei mit Spinat. Oder?“
„Genau!“ bekräftigt die alte Dame.

„Ich freue mich immer, wenn Zohreh kommt. So eine Hilfe zu haben, ist für mich enorm wichtig.“
Elisabeth H.
„Wo habe ich denn meine Brille?“ Bevor Elisabeth H. sich an den Fotos auf dem Handy ihrer Besucherin Zohreh erfreuen kann, muss erst noch die Lesehilfe der alten Dame gefunden werden. Dann geht’s los. Bilder von gemeinsamen Spaziergängen, Kaffeestündchen und zusammen zubereiteten Speisen dokumentieren ein Jahr voller schöner Begegnungen der 86-Jährigen mit ihrer DUO-Begleiterin. „Ich freue mich immer, wenn Zohreh kommt“, sagt Elisabeth H. „Das bedeutet mir wirklich viel, gerade weil ich ja schon alt bin. So eine Hilfe zu haben, ist für mich enorm wichtig.“ Zohreh M. schaut zweimal die Woche bei ihr nach dem Rechten. „Ziehen Sie mal lieber noch etwas über“, sagt die 64-Jährige und hilft der zarten Frau mit den langen weißen Haaren behutsam in ihre Strickjacke.
„Ich bin froh, dass Zohreh sich so liebevoll um meine Tante kümmert“, sagt Nichte Julia R. „Das ist eine ganz wesentliche Sache für mich, weil ich fast die Einzige aus der Familie bin, die sie dabei unterstützen kann, noch eigenständig zu wohnen. Und ich bin ja berufstätig. Wir nutzen auch einen professionellen Betreuungsdienst, aber der deckt nicht alle Tage ab. Und wie Zohreh meine Tante umsorgt und sich Gedanken macht, wie bei einem Familienmitglied eigentlich, das berührt und beruhigt mich ungemein.“
Gerade schält Zohreh ein paar Datteln für Elisabeth H. Diese erzählt, was ihr in den gemeinsamen Stunden besonders Freude macht: „Die Zohreh kommt aus einem Land, in dem ich noch nicht war. Und mein Mann und ich sind ja sehr viel gereist, überall hin, aber in diesem Land bin ich noch nicht gewesen, und es interessiert mich sehr, wie es da ist.“
Zohreh stammt aus dem Iran, und wenn sie mit Elisabeth H. zusammen kocht, entstehen oft kleine Leckereien nach persischem Rezept. Während sie Gemüse putzen und schneiden, tauschen die beiden sich über ihre Kinderjahre in großen Familien aus. Zohreh wuchs mit sieben Geschwistern auf, Elisabeth mit fünf. „Deswegen bin ich es gar nicht gewöhnt, so viel allein zu sein. Seit mein Mann gestorben ist, fühle ich mich manchmal einsam“, erzählt die alte Dame. Zohreh legt den Arm um sie. „Ich habe wirklich Glück, dass ich so eine liebe Frau betreuen darf“, sagt sie lächelnd. „Wir verstehen uns richtig gut. Und DUO hilft mir auch. Denn im Iran ist die Situation im Moment schlimm. Ich kann meine Familie nicht erreichen und mache mir große Sorgen. Da tut es mir doppelt gut, wenn ich hier mit Frau H. zusammen bin und mich auf sie konzentrieren kann.“

Marie
Im Leben der Eheleute Ede und Norbert Schmitz war der Mittwochabend immer ein Quell von Spaß und Freude. Während Norbert seine Parkinson-Ping-Pong-Gruppe aufsuchte, sang seine Frau Ede mit Hingabe in ihrem Chor. Bis eines Winterabends während der Probe ihr Handy klingelte. „Norbert war dran“, erzählt die 75-Jährige. „Er sagte: Ich stehe vor der Haustüre und komme nicht rein. Das war natürlich eine sehr doofe Situation für uns beide: Norbert stand im Dunkeln draußen in der Kälte, ich saß mitten in der Chorprobe in der Musikhochschule.“ Ede fuhr nach Hause und half ihrem Mann ins Haus. Dann überlegten beide, wie sie ihren Mittwochabend retten könnten. Norbert lag sehr daran, weiterhin mit seinen Sportsfreunden Tischtennis zu spielen, zumal der Sport auch noch Koordination, Konzentration und Gleichgewicht fördert und das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung verlangsamen kann. Ede wiederum ist ihre Chorprobe „heilig“ und baut sie auf, wie sie sagt. „Ich wollte in dieser kostbaren Zeit nicht voller Unruhe sein, mit schlechtem Gewissen, immer das Handy im Blick haben müssen.“ Der Versuch, zu Norberts Unterstützung eine Freundin einzubeziehen, schlug fehl. Dann fiel Ede die Kölner Freiwilligen Agentur ein, und der Besuchsdienst DUO vermittelte Marie.
Die 30-Jährige arbeitet gerade an ihrem Master in Psychologie. „Ich hatte schon immer das Bedürfnis, ehrenamtlich zu helfen, weil mich die Schicksale anderer Menschen berühren. Bei DUO finde ich gut, dass man den betroffenen Menschen selbst unterstützt und zugleich auch die Angehörigen entlastet.“ Die Idee, einen Herrn zum Ping-Pong-Spielen zu begleiten, gefiel Marie. „Ich habe gesagt, man kann sich ja mal kennenlernen.“ Dann hat's sofort gematcht mit den beiden. Jeden Mittwochabend holt Marie Norbert zum Ping-Pong-Spielen ab und begleitet ihn anschließend wieder nach Hause. „Die Gruppe hat es sehr gut aufgenommen, dass ich nun immer eine nette, junge Frau mitbringe“, sagt Norbert mit feinem Lächeln. Marie liebt seinen trockenen Humor. „Manchmal haut er so Sprüche raus, dann müssen wir alle lachen“, erzählt sie. Wenn es zahlenmäßig passt, spielt sie selbst auch mit Ping-Pong.
Aus der Gruppe hat man ihr schon nach wenigen Abenden bestätigt, wie sehr Norbert von ihrer Begleitung profitiere. Und auch von ihren Match-Partner:innen selbst erfährt Marie Wertschätzung. „Er meinte, dass er sich sicherer fühlt, einfach dadurch, dass ich da bin. Und Ede hat mir geschrieben, wie sehr sie den Chor wieder genießen kann.“ Klar, eine junge Frau kann ihre Abende auch anders verbringen. „Aber was würde mir schon so ein gutes Gefühl geben wie diese Begleitung von Norbert, aus der ich immer richtig beseelt und glücklich hervorkomme?“ Nun sind es schon drei, die sich auf den Mittwochabend freuen.

Tobias Kemnitzer
Bürgerschaftliches Engagement ist für Tobias Kemnitzer eine Herzenssache. Als Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) stärkt er seit 2009 das Ehrenamt in Deutschland. Ob Inklusion, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit: Der studierte Politologe packt aktuelle Zukunftsthemen an.

Prof. Dr. Susanne Zank
Ob als Wissenschaftlerin, Psychotherapeutin oder Prorektorin: Dr. Susanne Zank rückt die Lebensqualität im Alter konsequent in den Fokus. An der Uni Köln leitet sie die Gerontologie und forscht zum Wohlbefinden von hochaltrigen Menschen sowie pflegenden Angehörigen. Mit ihrem Team entwickelt sie Instrumente, die direkt im Pflegealltag helfen.
Demenz macht einsam. Aber es gibt Hilfe für Betroffene und Pflegende. Ein Gespräch mit Tobias Kemnitzer und Prof. Dr. Susanne Zank.
Herr Kemnitzer, Sie als Geschäftsführer des Bundesverbandes der Freiwilligenagenturen (bagfa) sind mit vielfältigen Themenbereichen des bürgerschaftlichen Engagements vertraut. Worin sehen Sie die besondere Bedeutung von Freiwilligenagenturen?
Für die bagfa bedeutet freiwilliges Engagement vor allem Mitgestaltung und Mitbestimmung. Engagement in Vereinen, Organisationen und Initiativen bietet Raum und Gelegenheiten, Verantwortung für das eigene Umfeld zu übernehmen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Indem wir Zugänge schaffen und Teilhabe stärken, wirken wir als Freiwilligenagenturen auch demokratiefördernd. Dabei sollten wir aufpassen, dass das Engagement nicht polarisiert und hierarchisiert wird. Derzeit ist zum Beispiel zu beobachten, wie das klassische Ehrenamt zunehmend auch politische Aufmerksamkeit erfährt, während das Engagement für den Klimaschutz oder in der Geflüchtetenhilfe häufiger öffentlich übergangen oder gar abgewertet wird. Sicher ist: Wir brauchen Engagement als sozialen Ort des Miteinanders über Alters- und Milieugrenzen hinweg, da uns als Gesellschaft dieses „selbstverständlich in Kontakt kommen“ anscheinend verloren gegangen ist.
Damit hängt ja auch das Thema Einsamkeit zusammen: Es gibt einige Projekte, die Einsamkeit entgegenwirken sollen, und das Land NRW hat das Thema sogar zur „Chefsache“ erklärt. Wie sehen Sie das Thema aktuell in den Freiwilligenagenturen?
Das Thema ist in den Freiwilligenagenturen mehr als angekommen, das merken wir unter anderem an der großen Resonanz zu unseren Veranstaltungen in diesem Feld. Was wir dabei erfahren, ist: Engagement hat eine präventive Wirkung und kann ein wichtiges Angebot für einsame Menschen darstellen. Denn es schafft Begegnungen, ermöglicht Teilhabe und rückt gemeinsames Tun, nicht persönliche Problemlagen, in den Vordergrund. Und es kann Betroffenen konkret helfen, wenn sie durch ihr Engagement spüren, dass sie wichtig sind und etwas beitragen können. Allerdings ist Einsamkeit ein komplexes Phänomen – und bringt entsprechend in der Praxis viele Herausforderungen mit sich: Zum Beispiel müssen die betreffenden Zielgruppen überhaupt erst einmal erreicht werden. Empfohlen wird hier oft, die „Einsamen“ nicht direkt zu adressieren, schon gar nicht als Engagement-Empfänger:innen sozusagen. Das wirkt meistens stigmatisierend und produziert Abwehr. Besser gelingt es, attraktive Aktivitäten anzubieten, die es erlauben, sich niedrigschwellig zu begegnen und Teil eines sozialen Zusammenhangs zu sein.
Frau Prof. Dr. Susanne Zank, sind Menschen mit Demenz häufiger einsam?
Sowohl für Menschen mit Demenz als auch für ihre Angehörigen hat die Erkrankung weitreichende soziale Folgen. Für Betroffene wird es zunehmend schwieriger, eigene soziale Bedürfnisse selbstständig zu erfüllen. Sie sind stärker auf die Unterstützung anderer angewiesen, während es gleichzeitig schwieriger wird, Wünsche zu kommunizieren und nach außen zu zeigen. Dadurch steigt das Risiko für Einsamkeit. In unseren Daten sieht man, dass Menschen mit Demenz sich häufiger einsam fühlen als Menschen ohne Demenz.
Wie sieht es mit Einsamkeit bei pflegenden Angehörigen aus?
Auch pflegende Angehörige sind betroffen: Der zeitliche und emotionale Aufwand von Pflege führt oft dazu, dass soziale Kontakte und Aktivitäten eingeschränkt oder vernachlässigt werden. Je intensiver die Pflege, desto mehr fallen solche Aktivitäten weg. Zudem verändert sich das Rollenverständnis innerhalb von Beziehungen, besonders in Partnerschaften. Durch die zunehmende Rolle als pflegende Person können die emotionalen Bedürfnisse des Angehörigen innerhalb der Beziehung oft nicht mehr in dem Maße erfüllt werden wie zuvor. Einsamkeit ist daher bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz ein häufiges Phänomen.
Herr Kemnitzer, was können denn die Freiwilligenagenturen in diesem herausfordernden Feld konkret leisten?
Wichtig ist, die gegebenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen: Engagement ist für Prävention und Bearbeitung von Einsamkeit enorm bedeutsam, aber das Problem Einsamkeit lässt sich nur bedingt in einzelne Projekte auslagern, es ist eine allgegenwärtige Querschnittsaufgabe. Aber auch mit weniger Ressourcen ist es möglich, als Vernetzer:innen zu wirken, gerade auch mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren, Menschen zusammenzubringen und Aktivitäten zu arrangieren und sich auch als Themenanwälte zu Wort zu melden, also gemeinsam mit anderen die gesellschaftspolitische Bedeutung von Einsamkeit in den Diskurs vor Ort zu bringen.
Frau Prof. Dr. Susanne Zank, und was kann ein Besuchsdienst an der Situation der pflegenden Angehörigen verbessern?
Dienste wie DUO können hier eine wichtige entlastende Funktion übernehmen. Sie ermöglichen Menschen mit Demenz, durch Besuche von Freiwilligen wieder mehr am sozialen Leben teilzunehmen und sich eingebundener zu fühlen. Gleichzeitig verschaffen sie Angehörigen Räume, um ihren eigenen sozialen Bedürfnissen nachzugehen und wichtige soziale Kontakte zu pflegen.
Sehen Sie auch einen Gewinn für die Freiwilligen?
Auch für die Freiwilligen selbst bringt DUO Vorteile: Studien zeigen, dass ehrenamtliches Engagement das Wohlbefinden stärkt, indem es soziale Kontakte, Selbstwertgefühl und Sinnhaftigkeit fördert. Auf diese Weise kann Duo dazu beitragen, Einsamkeit auf allen Seiten entgegenzuwirken und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
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